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  • #133

    Tag der Artenvielfalt-Exkursionsmöglichkeiten (Montag, 14 Mai 2012 10:39)

    vom 7. bis 10.Juni bieten wir im Rahmen des GEO-Tag der Artenvielfalt einige interessannte Exkursionen an, die allen Interessenten offen stehen.

    http://www.uni-heidelberg.de/institute/fak14/ipmb/phazb/tavindex2012.html

    Bitte rechtzeitig anmelden!

    M. Wink

  • #132

    Zu # 133 (Sonntag, 06 Mai 2012 19:28)

    Also, beringte Steinschmätzer kann man laut Hr. Jörn Weiß unter steinschmaetzer@gmx.de bei Hr. Martin Buchmann melden.
    Vielen Dank nochmals für den Hinweis!

    Gruß U. Diehl

  • #131

    Beringte Steinschmätzer (Samstag, 28 April 2012 21:23)

    Heute Vormittag, bei der Weinwanderung in den Weinbergen oberhalb von Freinsheim vielen mir besonders die vielen Steinschmätzer auf. beim auswerten des Bildmaterials heute Abend, konnte ich einen Steinschmätzer mit 3 Ringen erkennen davon waren 2 Farbringe. Kann mir vielleicht jemand eine Adresse nennen wo man diese beringte Vögel melden kann. Außerdem war noch 1 Wiedehopf des öfteren zu hören.
    Viele Grüße U.Diehl

  • #130

    Zu: Eichelhäher (Freitag, 13 April 2012 12:32)

    Hallo!
    Ich habe soeben 2 rivalisierende Eichhäher direkt am Fenster meines Arbeitszimmers im Theoretikum, Uni Heidelberg beobachten können.
    Vor ca. 3 Wochen konnte ich im Botanischen Garten, HD ein Eichelhäherpaar bei der Futtersuche beobachten.
    In Edingen-Neckarhausen besuchte ein Eichelhäher vor ca. 2 Wochen unseren Garten (Edingen West).

    Gruß,
    Karin Sonnenberg

  • #129

    Amselsterben in Ilvesheim! (Montag, 19 März 2012 21:37)

    Hallo, gestern u. heute wurden in Ilvesheim innerhalb 48 Std. 2 tote Amseln gefunden.
    Die beiden Todfunde liegen im gleichen Bezirk. Die erste Amsel eine männliche wurde von mir gestern Hr. Dr. Rietschel übergeben, der sie heute gleich nach Hamburg senden wird. Der heutige Todfund wird morgen von Hr. Dr. Rietschel bei den Findern persönlich abgeholt. Es bleibt zu hoffen das das Amselsterben wie im letzten Jahr, sich in diesem Jahr nicht wieder vorsetzen wird. Es wurden Hr. Dr. Rietschel schon 1 tote Amsel u. 1 tote Drossel übergeben die er auch nach Hamburg schickte. Die Untersuchungen würden allerdings mindestens bis zu 14tagen dauern, bis ein Ergebniss vorliegt.

    Viele Grüße U.Diehl

  • #128

    Nochmal Eichelhäher (Donnerstag, 15 März 2012 07:51)

    Hallo zusammen,

    danke für die Rückmeldungen. Ich kann nur sagen, dass ich im Raum Mannheim (Waldpark, Luisenpark) und am Neckar bei Ladenburg/ Edingen-Neckarhausen seitdem keinen mehr gesehen habe.

    Viele Grüße, Michael Braun

  • #127

    zu # 126 (Mittwoch, 14 März 2012 12:10)

    Hallo!
    In Rohrbach und Leimen alles normal, einige Eichelhähere unterwegs.

    Viele Grüße,
    Jochen Roeder

  • #126

    #126 Eichelhäher (Dienstag, 13 März 2012 19:45)

    Hallo Michael,

    in Heidelberg und dem Wald drumherum, auch in WAG hatte ich auch 2012 eigentlich ständig, wenige Eichelhäher, zuletzt zB am So. 11.3. 4 Eichelhäher in einem Garten in HD-Neuenheim. Subjektiv sind es deutlich weniger als im Nov./ Dez.

    Besten Gruß,
    Carsten Steinkamp

  • #125

    #126 Eichelhäher (Montag, 12 März 2012 20:22)

    Hallo zusammen,

    hier im Odenwald/Tromm sind einige unterwegs. Wenn man Vögel beobachten geht, wird man von ihnen verpetzt. Sie können einfach nicht den Schnabel halten.

    Beste Grüsse
    Wolfgang Pflästerer

  • #124

    Wo sind die Eichelhäher? (Montag, 12 März 2012 17:06)

    Hallo zusammen,

    mir ist aufgefallen, dass ich schon seit längerem keinen EICHELHÄHER mehr im Rhein-Neckar-Gebiet gesehen habe. Meine letzte Beobachtung aus der Region stammt vom 13.12.2011. Wem geht es ähnlich?

    Viele Grüße, Michael Braun

  • #123

    Vogelsterben (Donnerstag, 01 März 2012 14:23)

    Hallo, ich habe heute morgen einen toten Grünfink im Gartenweg gefunden. Es kommen ganz viele Vögel an meine zwei Futterhäuschen (ich habe alles bei aktuelle Beobachtungen versehentlich beschrieben). Was soll ich jetzt machen? Weiter füttern? Viele Grüße A. Maaß

  • #122

    Brautente (Donnerstag, 23 Februar 2012 14:49)

    Gestern, 22.02.2012, einen Brautentenerpel am Rückhaltebecken Fürth-Ellenbach gesehen. Er wird wohl aus einem Park, oder einer Voliere entwichen sein.
    Beste Grüsse Wolfgang Pflästerer

  • #121

    Bergente (Mittwoch, 18 Januar 2012 18:35)

    Heute in Bobenheim-Roxheim am Silbersee u.a.
    1 Zilpzalp
    1 Bergente
    min. 4 Schwanzmeisen
    2 Eisvögel

    Gruß, Doro Koch

  • #120

    Zu #119 und #118 (Sonntag, 08 Januar 2012 22:16)

    Vielen Dank für die Antwort. Die Enten suchen also auf Verdacht im Schlamm, das kann ich mir vorstelen. Ob die Fischjäger vielleicht so etwas wie das Seitenlinienorgan bei den Fischen im Schnabel haben? Das wäre mir neu.

    Gruß, Friedrich Linhart

  • #119

    Zu #118 (Dienstag, 03 Januar 2012 15:45)

    Eine kleine Antwort, also so ein bisschen, habe ich: tasten.
    Viele Wasservögel ertasten unter Wasser ihre Nahrung, vor allem Muscheln. An der Ostsee (und sicher allgemein und überall) schlafen zum Beispiel alle Aythya-Arten tagsüber, weil sie nachts raus auf die Bodden fliegen und Muscheln fressen.
    Ich denke mal, das ist bei Fischjägern ähnlich (tasten in trübem Wasser), zum Beispiel brüten auf den Stadtteichen von Stralsund, wo regulär die Sichtweite unter Wasser bei einzelnen Zentimetern liegt, wenn überhaupt, mehrere Haubentaucherpaare. Und man sieht die tiere regelmäßig mit kleinen fischchen nach Tauchgängen auftauchen. Möglich auch, dass die "Bugwellen" der Fische von den Vögeln wahrgenommen werden und sie diese so finden können.

    viele Grüße,
    Jochen Roeder

  • #118

    Nahrungssuche im trüben Wasser? (Dienstag, 27 Dezember 2011 18:40)

    Beim Anblick einiger Schellenten, die im hochwasserbraunen schnellfließenden Neckar tauchen, frage ich: wie finden Tauchenten ihre Nahrung, besonders wenn das Wasser völlig trüb ist? Gilt auch für Kormorane, Säger, Taucher.
    Weiß jemand eine Antwort?

    Friedrich Linhart

  • #117

    Amseln in Wieblingen (Montag, 12 Dezember 2011 17:37)

    Am Altneckar am 10.12. 3(2,1) Amseln an verschiedenen Stellen.
    Seit ca. 3 Wochen wieder 1(m) in den Gärten hinter meinem Haus.
    Gesang im Dezember? (s.u. und #1680 bei "aktuellen Beobachtungen", usw.) Vielleicht Reviermarkierung neu zugezogener Amseln?

    Friedrich Linhart

  • #116

    Amseln (Donnerstag, 01 Dezember 2011 22:46)

    im Botanischen Garten HD leben jetzt wieder einige Amseln, die vermutlich zugewandert sind.
    Abends ist z.Z. intensiver Gesang zu hören.

    M. Wink

  • #115

    S. Schaaf (Sonntag, 20 November 2011 10:40)

    Hallo,

    auch wir haben dieses Jahr unsereAmseln vermisst (Postleitzahl 56637). Gestern konnte ich im Garten ein vermeindliches Pärchen beobachten.

    Das Weibchen zeigte allerdings ein äußert untypisches Verhalten. Es war gerade noch in der Lage vielleicht 1 Meter Hohe Büsche/Hecken anzufliegen. Auf der Futtersuche am Boden hat das Tier häufiger Gleichgewichtsprobleme bekommen. Das Auffälligste war allerding die fehlende Scheu und die Tatsache, dass dieses Weibchen wohl ständig versucht hat Laute abzugeben - allerdings konnte man überhaupt nicht hören.

    Nachdem ich auch vom Amselsterben gehört habe, musste ich bei meiner Suche nach den Symptomen leider feststellen, dass dieses Tier wohl auch erkrankt ist. Insofern war die Freude über das Wiedersehen von Amseln leider stark getrübt.

    Viele Grüße.
    S. Schaaf

  • #114

    Mechtersheimer Tongruben (Mittwoch, 09 November 2011 18:51)

    Eine Bitte habe ich:

    Vogelbeobachter, die die Tongruben besuchen, sollten
    allzu hohe "Gänsezahlen" nicht "im Netz" veröffent-
    lichen.
    "Gänsegeschädigte" oder Leute, die glauben alles
    "Zuviele" müsse reguliert bzw. reduziert werden,
    könnten diese Zahlen heranziehen, um "ihre Argumentation" zu untermauern!

    E. Sefrin

  • #113

    ornitho.de ist online! (Montag, 07 November 2011 19:40)

    Liebe Vogelfreunde und Avifaunisten,

    am 31. Oktober 2011 war es endlich soweit: Unter der Internetadresse www.ornitho.de ist das Internetportal des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA) zur Online-Eingabe von Vogelbeobachtungen für die allgemeine Nutzung gestartet. Unterstützt wird dieses Portal von den avifaunistischen Landesverbänden (in Baden-Württemberg ist das die OGBW) und großen Naturschutzverbänden wie dem NABU. Damit umfasst die ornitho-Familie nun Italien, die Schweiz, weite Teile Frankreichs, Deutschland und Luxemburg. Schließlich soll daraus eine eine europäische Familie kompatibler Portale und Datenbanken werden.
    Es wid möglich sein, auf Europakarten den Vogelzug anhand aktueller Beobachtungsdaten zu verfolgen. Bereits in der zurückliegenden Woche hat sich ein eindrucksvolles Bild des aktuellen Kranichzugs über Deutschland ergeben. Angedacht aber noch Zukunftsmusik ist die Programmierung eines ornitho-Apps zur Eingabe über ein Smartphone.
    Was jetzt schon funktioniert ist der Datentransfer zwischen ornitho.de und MiniAvi. Ich habe ornitho.de selbst bereits seit einem Monat getestet und bin begeistert von der schnellen und punktgenauen Dateneingabe.
    Wie schon bisher bei der OGBW in Baden-Württemberg wird es auch bei ornitho.de Regionalkoordinatoren geben. Ihre Aufgabe im Wesentlichen:

    - Bennennung der Beobachtungsquadrate
    - Transfer der online-Daten in die regionalen und Landes-Datenbanken
    - Plausbilitätsprüfung der eingegebenen Daten


    Ich selbst bin weiterhin Regionalkoordinator für die Stadtkreise Heidelberg und Mannheim, sowie für den Rhein-Neckar-Kreis (auch für ornitho.de). Die eingegeben Beobachtungsdaten dieser Kreise werde ich herunterladen und ergänzt durch die Daten, die mir als MiniAvi-Dateien übermittelt werden in MiniAvi konvertieren. MiniAvi ist nach wie vor das Programm, mit dem wir die Daten in Baden-Württemberg zusammenfassen, da es bessere Auswertungsmöglichkeiten bietet.

    Bitte melden Sie sich bei ornitho.de an und nutzen Sie die Möglichkeit zur Eingabe Ihrer Beobachtungsdaten. Davon unberührt bleibt ja weiterhin die schöne Möglichkeit sich auf HD-Birding unter Birdern der Region auszutauschen mit Beobachtunge, Tipps, Meinungen etc. auszutauschen.

    Ich werde, wenn Sie mir nichts Anderes mitteilen, ornitho.de-Beobachtungen aus den Kreisen HD, MA und RNK auch für den Rundbrief verwenden. Bei Beobachtungen aus anderen Kreisen müssen Sie mir mitteilen, ob diese in den Rundbriefen dr Avifauna-Nordbaden berücksichtigt werden sollen.

    Teilen Sie mir bitte auch mit wenn Sie die Umbenennung eines Kartenfeldes sinnvoll finden.

    Nun wünsche ich Ihnen viel Spass bei der Online-Eingabe von Beobachtungsdaten!!!

    Viele Grüße
    Armin Konrad

  • #112

    zu #111 (Sonntag, 06 November 2011 19:30)

    Entschuldigen Sie bitte meine vielen Tippfehler. Ich bin nicht sehr gut auf der Tastatur und erkenne Fehler oft zu spät.

    VG Armin Konrad

  • #111

    Übersichtsartikel zum Amselsterben 2011 (Sonntag, 06 November 2011 19:27)

    Hallo zusammen,

    für die, welche die Rundbriefe der Avifdauna-Nordbaden.de nicht abonniert haben, möchte ich hier den Link auf den Bericht zum Amselsterben nennen:
    www.avifauna-nordbaden.de/dateien/usuv_2011.pdf

    Was das Zugverhalten von Amseln angeht, so kann man wohl davon ausgehen, dass die meisten bei uns brütenden Amseln Stand- oder Strichvögel sind. dabei gilt:
    Altvögel ziehen weniger als Juvenile, Männchen weniger als Weibchen und Stadtvögel weniger als Waldvögel. offensichtlich besitzen standorttreue Männchen einen Fortpflanzungsvorteil im nächsten Jahr, wenn sie im Winter ihre Reviere behalten.
    Ab August können in Mitteleuropa aber auch ziehende Amseln aus Nord und Osteuropa auftauchen. Revierlose Jungvögel schließen sich wohl nach dem Sommer zu kleineren Trupps zusammen.

    Inzwischenn werden ja von vielen Orten im Rhein-Neckar-raum wieder von Amselbeobachtungen berichtet. Ich kann für den Raum HD-Rohrbach/Hasenleiser sagen,
    dass deren Zahl nach wie vor jedoch stark dezimiert erscheint. berichte von vermehreten Amselmännchenbeobachtungen könnten damit zusammenhaängen, dass diese dabei sind ihre Winterreviere zu besetzen. Die Paarbildung der Amseln erfolgt im Winter. (Erste Bruten kann es ausnahmsweis schon im Februar geben).

    Bei den Amseln die wir zur Zeit beobachten, könnte es sich also um überlebende des Amselsterbens handeln, um Zuzüge aus weniger betroffenenen Gebieten oder um Zu8gvögel aus Nord- und Osteuropa.

    Viele Grüße
    Armin Konrad

  • #110

    Edingen-Neckarhausen: erste Amsel (Montag, 31 Oktober 2011 07:42)

    Hallo,
    heute morgen die erste Amsel rufend seit mehreren Monaten Nähe Schlosspark Neckarhausen.

    Gruß, Nicole Ludwig & Michael Braun

  • #109

    Amseln, Alter und Geschlecht (Freitag, 28 Oktober 2011 16:48)

    Hallo,
    gestern ein kleiner Trupp von 5 ad M Amseln bei mir im Garten, heute morgen 1 ad M und 1 ad W.
    Ich denke mal, viel ist Durchzug und ich bin mir nicht sicher, ob nicht M und W Amseln unterschiedliches Zugverhalten haben, wie z.B. Buchfinken.
    Vielleicht ist es jetzt a bisserl spät im Jahr, um den Effekt des Usutu-Viruses bei uns zu untersuchen?

    viele Grüße,
    Jochen Roeder

  • #108

    Amseln in Kirchheim (Freitag, 28 Oktober 2011 16:33)

    Gestern Abend 3 männliche Amseln im Kirchheimer Feld gesichtet. Offensichtlich gesund, hohe Gesangsaktivität.
    Benjamin

  • #107

    Orient Teil 2 (Freitag, 28 Oktober 2011 11:03)

    Dein Beitrag zeigt im Übrigen recht nett, was ich meine [wobei er insg. sehr freundlich und konstruktiv geschrieben ist, also "no hard feelings" :-)) ].
    Du schreibst:

    "Du hast in deinem Post sehr viel über Wahrscheinlichkeiten geschrieben."
    Habe ich das wirklich? Eigentlich nicht. Und ich habe schon gar nicht meine Bestimmung mit Wahrscheinlichkeit begründet. Ich habe vielmehr geschrieben: "Die von mir gesehenen Merkmale sprechen eindeutig für Orient-"
    Und dann: "Weiterhin passt die Jahreszeit ausgesprochen gut auf Orient- und ist für europäische Turtel sehr ungewöhnlich." Das ist Fakt. Orient- tauchen in Europa meist im frühen Winter auf, klassisch eben Ende Oktober oder November. Und aus BaWü, dem wärmsten und südlichsten Bundesland, liegt nur eine einzige Turteltaubenbeobachtung vor, die später ist als meine. Und da könnte ich jetzt ganz frech fragen: ist diese extrem späte Beobachtung überhaupt belegt und wer sagt uns, dass das nicht damals vielleicht auch eine Orient- war? Wer konnte das denn 1960 so genau wissen? Wenn man sich das jahreszeitliche Auftreten der Turteltaube in BaWü in der Avifauna ansieht (Abb. 65 auf S 82 in nicht-Singvögel 3), ist alles nach Mitte September sehr ungewöhnlich und der Nachweis Ende Oktober völlig "daneben", den müsste man heutzutage definitiv an die Kommission melden und genauestens dokumentieren, bestimmt so gründlich wie 'ne Orient- ;-))

    Ich gebe zu, dass der letzte Satz von mir vielleicht zu weit aus dem Fenster gelehnt war: "Da spricht selbst bei einer an sich ja recht sinnfreien Wahrscheinlichkeits-betrachtung alles eher für Orient- als für europ. Turteltaube."
    Aber selbst da habe ich klargestellt, dass Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen "an sich ja recht sinnfrei" sind und eben nicht ausschlaggebend waren für meine Bestimmung als Orient-.

    Das zeigt, wie leicht eine Diskussion durch unterschiedliche Gewichtungen verschiedener Aspekte des Protokolls aus dem Ruder laufen kann. Wenn jetzt ein weiterer Beobachter das mit den Wahrscheinlichkeiten aufgreift und alle späten Turteltauben in D recherchiert etc etc kommt am Ende raus, dass meine Wahrscheinlichkeitseinschätzung "völlig falsch" war, der Beobachter ist dann offenkundig "nicht kompetent" und die ganze Beobachtung somit Senf. Aber hey, die saisonale Geschichte war doch gar nicht das Kernstück, nur eine Nebenbemerkung - das interessiert dann aber keinen mehr.

    So, jetzt habe ich fast 2 Seiten vollgeschrieben. Warum? Been there, done that - in 30 Jahren Vogelbeobachtung habe ich das oben von mir beschriebene Szenario einfach schon zu oft miterlebt. Manchmal war ich der Beobachter, der auseinandergenommen wurde, manchmal gute Kumpels. Und ich mag das einfach nicht mehr. Wie gesagt, dein Beitrag ging NICHT in diese Richtung und war angemessen und fair, aber ich bin da ein gebranntes Kind und handele nach dem Grundsatz "wehret den Anfängen".

    Und deshalb glaube ich nicht, dass ich hier die Merkmale veröffentlichen werde.
    Ich habe allerdings gleich nach der Beobachtung alles aufgeschrieben und kann dir gerne die Beschreibung per Email zusenden, da ich dich als kompetenten Birder schätze (und deine Fotos erst - mannomann!) und mich deine Meinung schon interessiert. Daniel Kratzer hat auch schon gefragt, ob ich ihm vielleicht die gesehenen Merkmale zusenden möchte.

    Und zum Thema meena oder orientalis: ich habe in Kirgistan hunderte meena gesehen und in Ost-Kasachstan sehr viele Tiere, die zwar meena-Merkmale zeigten, aber völlig anders aussahen, eher intermediär (so auch Ende September diesen Jahres). Orientalis ist laut Avifauna Kasachstans selbst im Osten nur ein Irrgast. Der von mir gesehene Vogel zeigte die Schwanzfärbung von meena (weiße Spitze an den äußeren Steuern, innerer Bereich der Schwanzendbinde grau), war aber recht düster. Einer kirgisischen meena entsprach er nicht wirklich, die ist ja praktisch wie eine Turteltaube gefärbt. Ich würde eher sagen, es war eine "düstere" meena aus dem Norden des Verbreitungsgebietes der Unter-Art, also eben eher Kasachstan oder so. Auch das deckt sich wohl mit den Beobachtungen anderer Orient- aus Europa. Uuuups, wieder das böse Thema Wahrscheinlichkeiten?!! :-)))

    Mit den besten Grüßen,
    Jochen

  • #106

    Zur möglichen Orientturteltaube, Teil 1 (Freitag, 28 Oktober 2011 11:00)

    Hallo,
    hier meine Antwort auf den Kommentar von Ralph:
    Hallo,
    hier meine Antwort auf den Kommentar von Ralph:

    Lieber Ralph,
    ich habe darüber nachgedacht, Details zu posten, aber davon aus mehreren Gründen - zunächst - Abstand genommen.

    Zum einen wäre der Beitrag sehr lang gewesen und das Forum "Aktuelle Beobachtungen" ist dafür irgendwie nicht passend. Ich sehe das Forum eher als kurzer "Life-Ticker" zum Vogelbeobachter-Geschehen.
    Zum anderen, ganz ehrlich, sehe ich nicht unbedingt die Notwendigkeit, Details zu veröffentlichen, die über den Beobachtungsort hinausgehen. Das sind die Details, die andere Birder wissen wollen: Welche Art, wann, wo. Alles weitere ist eigentlich Sache der Seltenheiten-Kommissionen. Hätte ich die Beobachtung jetzt deutschlandweit gepostet sehe ich das mit den Merkmalen ein, da dann immerhin ein potentieller Birder aus dem norddeutschen Raum einschätzen muss, ob er sich zwei Tage Urlaub nimmt und 150 Euro Benzin investiert, um hier herunterzurauschen. Da will man schonmal grob einschätzen können, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass das nur eine "Ente" ist und keine Orientturteltaube. Aber für die Leute hier aus der Region ist der Beobachtungsort ohne große Umstände und Kosten zugänglich, und da sollte es reichen, dass man mir soweit vertraut - denn sonst hätte ich die Beobachtung ja trotz "Bauchschmerzen" nicht gepostet - dass man die 2,20 Euro für die StraBa mal investiert.

    Meiner Erfahrung nach führt das Veröffentlichen von Merkmalen und genauen Beobachtungsumständen gerade bei großen Seltenheiten meist (sprich: immer) zu ziemlich unschönen öffentlichen Diskussionen, die oft nicht nach den Grundzügen der "Netiquette" geführt werden. Dann wird erstmal pauschal alles angezweifelt von "Spezialisten" die ich nicht kenne, die ich noch nie getroffen habe, die mich nicht kennen und meinen Wissensstand nicht einschätzen können. Das geht dann oft in den Bereich "Da kann ja jeder kommen, das kann ja jeder sagen, das war hier noch nie so oder schon immer so und wo kämen wir denn da hin". Dann wird getönt, die Bestimmung anhand der genannten Merkmale wäre ja unseriös und unwissenschaftliche etc. bevor der Beobachter auch nur geäußert hat, ob er/sie die Beobachtung überhaupt einreichen wird.

    Werde ich meine Beobachtung einreichen? Keine Ahnung im Moment, wohl eher nicht. Denn ich weiß, dass es bisher fast keine Orientturteltauben aus D gibt und da sie ohne Beleg ist, ist völlig wurscht wie gut oder nicht ich sie gesehen habe oder welche Merkmale ich beschreibe: da gibt es einen relativ fest definierten Standard, dass die ersten paar Nachweise einer Art in D nur bei definitiver Dokumentation anerkennbar sind. Also im Klartext: selbst wenn ich mir felsenfest sicher bin und ein Top-Protokoll schreibe, wird der Vogel wohl ohnehin nicht anerkannt.

    Weiter mit Teil 2

  • #105

    Amsel in Dossenheim (Dienstag, 25 Oktober 2011 19:02)

    Heute 1 männliche Amsel Dossenheim West, wirkte gesund und munter.
    P. Bächer

  • #104

    Amsel in Rohrbach (Montag, 24 Oktober 2011 15:41)

    Zu # 103:

    Gestern in meinem Garten 1 dj Amsel. Ich habe auch in letzter Zeit überwiegend Männchen gesehen, oder eben diesjährige. Adulte Weibchen sind m. E. sehr rar.

    Grüße,
    Jochen Roeder

  • #103

    Amselgeschlecht (Sonntag, 23 Oktober 2011 20:47)

    Ich fände es interessant, bei den Amselmeldungen einen Hinweis auf das Geschlecht der gesehen Vögel mit zu vermerken. Mir fällt seit Wochen auf, dass ich (unter den wenigen beobachteten Exemplaren) ausschließlich Amselmännchen zu Gesicht bekomme, so auch heute am Neckar bei Ilvesheim und im Neubaugebiet in Kleingemünd 2, bzw. 3 gesund + agil wirkende Exemplare.
    Der Amselhahn, den ich vor einigen Wochen mit einer kahlen Stelle am Kopf in meinem Garten in Eppelheim beobachtete, hat die Krankheit anscheinend überstanden, vor wenigen Tagen fiel mir ein Männchen mit frisch gesprossenen Kopffedern auf ...

    Gruß
    N. Debon

  • #102

    Grünfinken (Montag, 10 Oktober 2011 13:21)

    Hallo
    ...auch ich kann melden....
    rund um den Vogelstangsee und Vogelstang -Zentrum.

    vollständiges Fehlen von Grünfinken !

    Matthias Schulz

  • #101

    Drosseln in HD-Ziegelhausen (Montag, 03 Oktober 2011 22:01)

    Seit 3 Tagen viele Amseln, vor allem aber auch Singdrosseln in nicht abgeernteten Kirschbäumen, offenbar Zug. Dazu Buchfinken

    Hier war der Amselbestand nie ganz erloschen, seit Ende Juli jedoch stark reduzierter Beobachtungszahlen und offensichtlich kranke Ex. Seit Anfang September dann wieder allmähliche Erholung, möglicherweise/wahrscheinlich zugbedingt. Aber immer noch kranke Ex.

    Die Einschätzung bei anderen Arten (Finken) sehr schwierig wegen der in diesen Monaten ohnehin immer zu beobachtenden Heimlichkeit (Mauser). Auffallend aber das praktisch vollständige Fehlen von Grünfinken.

    H. Holland

  • #100

    Amseln in Karlsruhe (Freitag, 30 September 2011 11:01)

    12.09. früher Nachmittag. Stutensee-rund um Spöck versch. Acker/Gebüsche/Baggersee, insgesamt 2h unterwegs: 1 Amsel Männchen (kopf und Hals "rupfig") plus 2 weitere gehört
    (sonst ein Rotkehlchen, drei Braun-, ein Schwarzkehlchen, 20-30 Feldlerchen im Trupp, Heckenbraunelle 2-3, paar BlauMeisen und Haussperlinge, keine weiteren Kleinvögel)

    13.09. Schauspielhaus Ka, vormittags. 3 Amseln, ein Männchen davon mit weißen Federn am sonst "rupfigen" Hals. Verhalten normal

    14.09. Energieberg/Mülldeponie plus Rand des Schutzgebietes Burgau, bißchen Knielingen, in Karlsruhe
    9-12uhr
    keine Amsel (sonst keine Rotkehlchen, 2Grün- ein Buchfink und Trupp von ca 25 Stieglitzen, paar Bachstelzen, Mehl-und Rauchschwalben, Hausrotschwänze, Haussperling, ein Pieper)


    15.09. Hohenwettersbach, 17Uhr30 bis 18Uhr30, Felder, Obstbaumgärten und Waldrand, sehr abwechslungsreich, plus 5km Waldweg und Straße bis Durlach, Hausgärten und Wald
    Keine Amsel (sonst: weder Grünfinken noch Rotkehlchen noch Buchfinken. 1 Braunkehlchen, 2 Bachstelzen, 1-2 Goldammern.

    28.09. Hinterhofkarree Hohenzollernstraße, 4 Amseln, scheinen fit, nur kurz gesehen
    danach gesamte Grünstreifen Bayertheimer Allee und Vorgärten eine Stunde abgesucht:
    Amsel 1Männchen plus ein Juv zusammen. Schienen recht fit. (sonst 1Zilpzalp, 1 Buchfink, 1 Bachstelze, Meisen, Spatzen Stare anwesend. eine Kohlmeise)

    16-17uhr Industriegebiet Hockenheim, PfälzerRing plus angrenzende Felder: mehr oder weniger vogelfrei, Kohlmeise, 1 Laubsänger, Hausrotschwanz, Star, Spatz anwesend)

    29.09.
    9uhr45 Hinterhof-Karree Sophienstraße 1 warnende Amsel
    Buchfink anwesend
    11uhr30-12uhr30 Schloßpark
    1 Amsel (sonst Rotkehlchen mind 6, singend und rufend (zug?), 1-2 Buchfinken, ein singender Zilpzalp, Kleiber 1 und Baumläufer 1)

    17-18uhr30 Schloßvorplatz
    Amsel 2+2+1 (sonst Buchfink 1, Bachstelze 3, Star, Haussperling und Meise anwesend)

    viel ohne Fernglas unterwegs gewesen. beeindruckt vor allem vom Fehlen (abendlicher) Rufe an diesen und anderen Tagen

    Gruß, Daniel Wolff



  • #99

    zu #89 (Donnerstag, 29 September 2011 22:01)

    was den Stechvorgang angeht:
    Ich gehe davon aus das die meisten Vögel, nicht anders als Menschen, nachts gestochen werden wenn sie stillsitzen bzw schlafen.
    Grüße
    M Feuersenger

  • #98

    zum Amselsterben (Dienstag, 27 September 2011 18:32)

    Moin allerseits.
    Mittlerweile ist es bestätigt das die Jungamsel aus unserem Garten am Usutuvirus starb. Um so interessanter, dass insgesamt 4 Vögel dort überlebt haben (abgeschlossene Hinterhoflage in MA Innenstadt). Hausschnaken gibt es dort leider mehr als genug. Derzeit dürfen wir jeden Abend erstmal mit der Fliegenklatsche durch die Wohnung pirschen bevor wir das Licht ausmachen. Wir bestücken unsere Regentonnen regelmässig mit BTI Tabletten aber in den angrenzenden Gärten und Hinterhöfen gibt es mehr als genug Dachrinnen etc mit Wasserpfützen in denen sich Stechmücken vermehren.
    Trotzdem sind seit dem Bestandseinbruch von vorher m 15 weiterhin konstant 4 Amseln im Hinterhof. Ich bezweifle das die jede Woche wegsterben und durch Zuzügler ersetzt werden. Ich halte es für möglich das das Phänomen hier schon wieder abklingt wie es sich für Epidemien ja auch gehört.
    Was mir allerdings schon seit längerem auffällt ist die totale Abwesenheit von Grünfinken aus unserem Hinterhof, wo sie im August/September normalerweise akustisch dominant sind. Auch bei meinen regelmässigen Zugbeobachtungen auf der Friesenheimer Insel fällt auf das Grünfinken zwar zugegen sind, aber bei weitem nicht so häufig wie sonst.
    Weiß jemand da mehr?
    Viele Grüße
    Matthias Feuersenger

  • #97

    Kurzinfos zu Usutuviren etc. (Dienstag, 27 September 2011 08:05)

    Liebe Vogelfreunde,

    haben eben eine längere Info posten wollen, da ist das System aber abgestürzt, da über 5000 Zeichen. Deshalkb demnächst ausführlicher in einem Infoschreiben.

    - Der Vermehrungszyklus von Usutuviren [USUV] läuft über Vögel und Stechmücken der Culex-Gruppe ("Hausschnaken", keine Rheinchnaken => "Aedes"-Gruppe). Mensch ist Fehlwirt. Schnelle Ausbreitung, da Viren zunächst frei im Blut des Wirtes, können von mehreren Stechmücken gestochen werden und werden auch über die Eier an die nächste Generation weitergegeben. Stechmückenweibchen überwintern.
    Keine direkte Ansteckung der Vögel untereinander!
    Aktuelle Situation (26.09.2011) ca. 70 untersuchte Vögel (BNI und FLI), davon ca 2/3 USUV+ raum Süd-, Vorderpflaz bis Kaiserslautern, Südhessen Metropolregion, RNK, SP.
    Fast nur Amseln, bisher 1 Star und noch eine andere Art (noch nicht publik).
    Weshalb hauptsächlich Amseln?
    Unbekannt, Spekulationen:
    Amseln halten sich in Bodennähe und Gebüsch auf, wo es mehr Hausschnaken gibt, A. reagieren empfindlicher, dunkles Gefieder ist Nachteil ...

    Wichtig:
    Weiter tote Vögel einsenden und Todfunde und Vögel mit USUV-Symptomatik auf neuer NABU-Webseite dazu eintragen
    => https://www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/forschung/14161.html

    Vielen Dank allen aufmerksamen Beobachtern und Meldern. Durch Ihre Beobachtungen gelang es, die Existenzt des Amselsterbens als Tatsache festzustellen und auch die Verbindung zum Usutu-Virus herzustellen. (Leider bleibt dies in vielen Interviews und Presseartikeln unerwähnt!)

    Herzliche Grüße
    Armin Konrad
    (konrad@avifauna-nordbaden.de oder armin.konrad@ogbw.de)

  • #96

    Usutu-Info (Samstag, 24 September 2011 09:20)

    Hallo zusammen!

    Ich habe bei der Fachfrau nachfragen lassen und folgende Infis bekommen:
    - insgesamt wurden schon über 30 Vögel getestet, davon waren 23 Usutu-positiv, alle hier aus der Region, gesammelt wurde etwa von Darmstadt bis Karlsruhe
    - die positiven waren alles/überwiegend Amseln
    - bisher wird angenommen, dass Usutu nur über die Mücke übertragen wird, allerdings ist auch Ansteckung, zB der Eier, nicht auszuschließen.

    Von mir noch zu Mücken: Es gibt Mückenarten, die ausschließlich Vögel stechen, von Menschen werden die nicht angezogen. Das heißt, wir würden die kaum bemerken. Weiß aber nicht, ob das die Usutu-Überträgermücken sind.

    Beste Grüße
    Anja L.

  • #95

    Zu den Fragen von Herrn Linhart (Mittwoch, 21 September 2011 10:57)

    Ich bin zwar Biologe, aber weder Entomologe noch in irgendeiner Weise (veterinär-)medizinisch bewandert, daher nur grobe Antworten:

    Zu 1) Das geht ganz schnell, wie bei uns durch einen Pulli oder die Hose. Vor allem am Kopf werden Vögel gestochen.
    Zu 2) siehe oben. sobald ein Vogel mal ein paar Sekunden sitzt reicht das der Mücke schon.
    Zu 3) Das finde ich eben auch seltsam, ich habe in Rohrbach noch nie Mücken gesehen bzw. bin nie selbst gestochen worden, obwohl wir oft abends die Balkontür auf und das Licht im Zimmer an haben.
    Zu 4) Das erscheint generell möglich, genaues weiß ich aber nicht.
    Zu 5) Das könnte vielleicht wirklich mit dem Brüten in Höhlen zu tun haben. Die wenigen Amseln, die ich in letzter Zeit gesehen habe, waren Männchen oder diesjährige Jungvögel. Weiterhin würde ich bei Zugvögeln, die regelmäßig nach Afrika ziehen, erwarten, dass sie gegen den afrikanischen Usutu- Virus immun sind (also Grasmücken, Laubsänger).
    Zu Ihrer letzten Anmerkung: nicht unbedingt, es kann auch sein, dass nur Drosseln rein zufällig sehr anfällig gegenüber dem Usutu-Virus sind.

    Viele Grüße,
    Jochen Roeder

  • #94

    nochmal zu #92 (Dienstag, 20 September 2011 16:34)

    Aus Greifswald werden bisher keine auffälligen Veränderungen der Kleinvogelbestände gemeldet.

    Nochmals Grüße,
    Jochen Roeder

  • #93

    zu # 92 (Dienstag, 20 September 2011 16:01)

    Hallo,
    haben Sie die Amsel eingesammelt? Dann könnte der Vogel auf Viren hin analysiert werden (siehe Beitrag #84).

    Grüße an die schöne Ostsee, habe 1996-2008 in Greifswald und Stralsund gelebt und vermisse die Gegend noch immer - jeden Tag!

    Viele Grüße,
    Jochen Roeder

  • #92

    B.Ziemann (Dienstag, 20 September 2011 15:28)

    Hallo,
    ich habe eben in meinem Garten in
    Rostock-Evershagen eine tote Amsel gefunden.
    Auch mir fällt auf das dieses Jahr weniger Vögel da sind.
    Die Amseln haben sich sonst immer bei mir im Garten gesonnt.
    Durch den vielen Niederschlag dieses Jahr haben wir extrem viel Mücken.
    Aber auch andere Vögel sieht man kaum,zB. die Spatzen.
    Schönen Gruß

  • #91

    Zu #89-- Fragen zum Amselsterben (Samstag, 17 September 2011 13:17)

    Der Usutu Virus ist ja jetzt gesichert aber auch ich habe mich auch schon gefragt, ob die ganze Ausbreitung "nur" auf die Stechmücke zurückzuführen ist oder ob sich die Vögel dann doch noch irgendwie gegenseitig weiter anstecken. Es sind ja scheinbar sehr viele Drosseln krank bzw. tot , die ja sonst alle von den Virus Mücken gestochen worden sein müssten. Gibt es wirklich so viele Mücken in dieser Region bzw.in der Stadt Mannheim?
    Bächer

  • #90

    Amsel Dossenheim (Samstag, 17 September 2011 13:06)

    Heute saß eine männliche Amsel in einem Baum in der Dossenheimer Grünanlage. Kopf war kahl, keine Lautäußerung aber offensichtlich flugfähig.
    P. Bächer

  • #89

    Fragen zum Amselsterben (Donnerstag, 15 September 2011 16:40)

    Da ich weder Entomologe noch Biologe noch Virologe oder Tiermediziner o. ä. bin, habe ich zum Amselsterben einige Fragen, die mir vielleicht in diesem Forum jemand beantworten kann:
    1. wie sticht eine Mücke durch das Gefieder?
    2. die Kleinvögel bewegen sich doch dauernd (außer beim Brüten!), was machen da die Mücken?
    3. da, wo ich wohne (Wieblingen Süd), gibt es trotz Neckarnähe fast keine Mücken; wenn alle Amseln verschwunden sind, müssten die wenigen Mücken hier alle den Usutu-Virus tragen. Weiß jemand etwas darüber?
    4.In den "Bergregionen" Odenwald und Pfälzer Wald sieht man ja noch viele Amseln.Kann es sein, dass die speziellen Mücken, die den Virus tragen, sich noch nicht aus der warmen Rheinebene "herausgearbeitet" haben?
    5.Warum sind (zumindest in meiner Umgebung!)Kohlmeisen, Blaumeisen, Hausrotschwänze,Haussperlinge und Stare offensichtlich nicht betroffen? Auch Weidenlaubsänger und Mönchsgrasmücke sind bei uns immer wieder zu sehen.

    Wenn eine Mücke Zeit braucht, sich durch das Gefieder durchzuarbeiten, dann doch am ehesten beim brütenden Weibchen. Sind vielleicht deshalb die 3 überlebenden Amseln, die ich bisher gesehen habe, Männchen.
    Die oben genannten Meisen, usw., sind als Höhlenbrüter Frühbrüter (auch der Hausrotschwanz) und brüten vielleicht schon, bevor die Mücken aktiv sind (die Amseln sind allerdings auch häufig früh dran, aber auch spät). Oder vielleicht merkt es die brütende Meise, wenn eine Mücke zu Flugloch hereingesurrt kommt und frisst sie auf?

    Kann es keinen anderen "Virusweiterträger" geben, z. B. Flöhe? Oder kann es über die Nahrung gehen?
    Dieses totale Amselsterben "von jetzt auf nachher" nur auf Stiche von infizierten Mücken zurückzuführen, ist mir als Laien also nicht ganz verständlich.
    Es muss auch irgendwie mit der Lebensweise der Amseln oder auch anderer (verschwundener? welcher?) Vogelarten zusammenhängen.

    Gruß,
    Friedrich Linhart


  • #88

    Mal wieder Amseln! (Donnerstag, 15 September 2011 10:45)

    An einem Waldweg zwischen Sandhausen und Walldorf konnte ich heute früh Amseln gleich im "Dreier-Pack"(!) beobachten. Besondere Auffälligkeiten im Verhalten und Aussehen konnte ich nicht erkennen. Beim NSG Zugmantel-Bandholz war ein Amsel-Warnruf zu vernehmen.

    Gruß
    Bernd Steiner

  • #87

    Usutu-Viren auch in Mannheimer Amseln! (Donnerstag, 15 September 2011 10:39)

    Herr Dr. Jonas Schmidt-Chanasi bestätigte mir heute in einem Telefonat, dass inzwischen auch mehrere (2-3) tote Amseln aus dem Mannheimer Raum positiv auf Usutu-Viren getestet worden sind.
    Damit dürfte schon fast als gesichert gelten, dass wir hier eine Usutu-Viren Epdidemie erleben. Enstprechende Beobachtungen kommen auch aus der Pfalz und inselartig aus anderen Landesteilen in BW.
    Auffalend in unserem Raum erscheint mir, dass sich das Phänomen bisher weitgehend auf die Rheinebene beschränkt. Gartenbeobachtungen von Amseln in der Kurpfalz werden meist von Orten in "Bergnähe" (Bergstraße) gemeldet. Vielleicht erfolgt hier ja schon wiedert ein vereinzelter zuzug aus den östlicheren (höhergelegenen?) Nachbargebieten.

    Viele Grüße
    Armin Konrad

  • #86

    Zu Beitrag # 82 (Mittwoch, 14 September 2011 19:40)

    In Waghäusel beobachte ich im Garten derzeit mehrere Amseln mit praktisch gefiederlosem Kopf, auffallend träge, bei Annäherung nur schwaches Davonhüpfen. Hatte mich schon gefragt, was da los sei.

    Gruß,
    Cal

  • #85

    Amselsterben (Mittwoch, 14 September 2011 09:24)

    wer die Pressemitteilung des Bernhard-Nocht-Instituts über die Usutu-Amsel lesen möchte, hier die URL
    http://yigg.de/nachrichten/2011/09/14/amselsterben-in-sueddeutschland-tropisches-virus-gefunden

    MWink

  • #84

    Erster Nachweis von Usutu-Virus in einer toten Amsel! (Mittwoch, 14 September 2011 09:11)

    Liebe Vogelfreunde,

    danke für eingegangene Rückmeldungen!

    Hier nur eine kurze aktuelle Information zum Amselsterben.
    Am Montag (12.09.2011) hat Jonas Schmidt-Chansit (PD Dr. med. Dr.med habil.) om Bernhard Nocht Institut für Tropenmedizin in Hamburg nach seiner Rückkehr vom Stechmückenfang in Thailand die erste eingelieferte tote Amsel untersucht (aus Birkenau, HP). Der Befund: Sie war mit Usutu-Viren infiziert. Dies war der erste direkte Nachweis eines Usutuvirenbefalls in einem Vogel. 2001 kam es ja im Raum Wien zu einer ersten Amselepidemie (auch andere Vögel waren betroffen), die sich in den Folgejahren auch geographisch auf Ungarn u.a. ausweitete.
    Mit diesem Befund verdichtet sich der Verdacht, dass wir hier in der nördlichen Oberrheineben zur Zeit die erste große Usutuviren-Vogelepidemie in Deutschland erleben.

    Hier noch mal die Symptome der erkrankten Vögel (das Virus schädigt wohl hauptsächlich das Nervensystem):;
    Apatisches Verhalten, keine oder schwache Fluchtreaktion, Bewegungsstörungen, bis zu torkelndem Gang, Umfallen, keine oder eingeschränkte Lautäußerungen, z.T. struppiges ungepflegtes Kleingefieder vor allem im Kopf-Hals-Bereich,

    Was ist zu tun:
    Es ist wichtig, die geographische und zeitliche Entwicklung dieser Situation weiter zu verfolgen.
    Es ist wichtig, weitere tote Vögel zur Untersuchung nach Hamburg zu schicken.
    Dazu sollten tote Vögel mit einer Plastiktüte angefasst werden und mit genauer Fundort und Zeitangabe möglichst schnelll per Päckchen oder Paket nach Hamburg geschickt werden. Falls Verhaltensbeobachtungen vorliegen, diese bitte beifügen.

    Adresse:

    Bernhard Nocht Institute für Tropenmedizin
    z.Hd. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit
    Bernhard-Nocht-Straße 74
    20359 Hamburg

    Ideal ist eine Kühlung der toten Tiere und eine Verpackung in einer Styroporbox mit zusätzlichen Kühlakkus (aber nicht unbedingt notwendig). Wem das Versenden nicht möglich ist kann die Tier auch bei der KABS in Waldsee abgeben. Die arbeiten bei der Untersuchung pathogener Erreger in Stechmücken mit dem BNI in Hamburg zusammen.

    Kontaktperson hier:
    Dipl. Biol. Hanna Jöst oder auch Dr. Norbert Becker, der Leiter der KABS

    Adresse:
    Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V. (KABS)
    Ludwigstraße 99
    67165 Waldsee

    Bitte informiert Sie mich weiter, über die Situation in Ihrer Region. Wichtig sind auch zur Abgrenzung auch Meldungen wie "Hier ist alles normal. Normaler zeittypischer Bestand an Amseln". Natürlich sollte auch darauf geachtet werden ob und welche Vogelarten sonst noch betroffen sind. (Bei mir im Garten in HD-Hasenleiser fehlen z.B. seit Wochen alle Grünfinken, Buchfinken und Mönchsgrasmücken. Hier sind nur noch Tauben (Türken- und Ringelt.), Elstern, Rabenkrähen und Kohlmeisen.

    Viele Grüße
    Armin Konrad